 |
Peter Reber wurde am 28. April 1949 in Bern geboren. Die Kindheit verbrachte er in Bümpliz, wo er in der ‹Höhe› die Primarschule besuchte. Seine Lehrerin, Frau Gaffner, bemerkte früh die Musikalität des sonst stillen Buben, der nur protestierte, wenn ihre Geige allzu fest vestimmt war. Frau Gaffner, keineswegs verstimmt, sorgte für einen frühen Eintritt von Klein-Peter ins Konservatorium Bern.
|
|
In der Tertia des Städtischen Gymnasiums Kirchenfeld erhielt Peter Reber ein Stipendium ans Atlantic College in Wales, wo er 1968 seine Matura bestand. Fortan studierte er Psychologie an der Universität Bern.
In der Freizeit trat Peter Reber mit dem 1968 gegründeten Trio ‹Peter, Sue & Marc› auf, für welches er auch als Produzent und immer mehr als Komponist amtete. Der Zytglogge Verlag veröffentlichte nicht nur die erste Schallplatte ‹Folksongs› von ‹Peter, Sue & Marc›, sondern 1975 auch das erste Solo-Dialekt-Album ‹D Schnapsbrönnerei im Paradies› von Peter Reber. Er konnte aber mit seinen Liedern wenig auftreten, weil das Trio immer erfolgreicher wurde. Über tausend Konzerte und unzählige Hits, viele erfolgreiche Festivalteilnahmen, darunter viermal beim Concours Eurovision, liessen das Trio auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt werden. Lieder wie ‹Cindy›, ‹Io senza te› und ‹Birds of Paradise› wurden internationale Hits. Längst war die Musik nun zu Peter Rebers Broterwerb geworden.
Bald kam es auch zum ersten Bootserwerb. Ein kleines Segelschiff namens ‹Cindy› schwamm auf dem Neuenburgersee.
1976 lernte Peter seine zukünftige Frau Livia Chrétien kennen und 1982 heirateten die beiden. Fortan träumten sie gemeinsam vom grossen Törn und bereiteten sich in zahlreichen Kursen theoretisch und praktisch auf das grosse Abenteuer vor.
Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere lösten sich ‹Peter, Sue & Marc› sang- und klangvoll auf, worauf Peter und Livia mit einer etwas grösseren ‹Cindy› in See stachen.
Nach zwei Jahren meldete sich Peter Reber mit einem Dutzend Dialektlieder, welche unterwegs entstanden waren, erstmals zurück. Das Album ‹Grüeni Banane›, das zuerst niemand veröffentlichen wollte, weil der Interpret vor Ort nicht zur Verfügung stehen würde, stürmte alsbald in seiner Abwesenheit die helvetischen Hitparaden und wurde zur meistverkauften Schweizer Produktion des Jahres 1985. Regelmässig erschienen nun im ‹Sonntagsmagazin› des Schweizer Fernsehens Beiträge über die Abenteuer der ‹Cindy›, welche Livia und Peter unterwegs selber drehten. Alle Nachfolgeproduktionen waren ebenso erfolgreich und konnten jeweils mit Doppel- und Dreifachplatin ausgezeichnet werden. Die Segelreise wurde nur ab und zu von grossen Konzerttourneen unterbrochen, die den Mundartsänger durch die grössten und immer ausverkauften Konzertsäle der Deutschschweiz führten.
1988 segelte die Crew der ‹Cindy›, samt Bordbaby Simon, Richtung Alaska, wo sie im Hochsommer die Icy Strait und die Glacier Bay erreichte. Es sollte der letzte grosse Törn der ‹Cindy› sein. Danach beschloss die Familie, auf den Bahamas sesshaft zu werden. Da kam auch Töchterchen Nina zur Welt.
Im ‹Compass Point Studio› wurde das Album ‹I wünsche dir› produziert und nach einer weiteren grossen Tournee mit 100000 Konzertbesuchern kehrte Peter Reber 1995 mit seiner Familie in die Schweiz zurück.
‹Timbuktu›, ‹Winterzyt, Wiehnachtszyt› folgten 1998. Mit dem ‹Hippigschpängschtli›, welches als Lied erstmals 1990 auf der CD ‹Uf em Wäg nach Alaska› erschien, produzierte Peter Reber 2002 eine Liedergeschichte, welche den Kindern Tipps für die Verkehrssicherheit auf dem Schulweg gibt. Erstmals wirkte dabei massgeblich Nina mit, welche auch im Album ‹Winterland›, erschienen im November 2004, häufig die Solostimme übernimmt. Alle erwähnten CDs erreichten in kürzester Zeit Platinstatus.
Als Komponist hat Peter Reber nicht nur alle ‹Peter, Sue & Marc›-Hits geschrieben, sondern auch mit andern Künstlern grosse Hits gelandet: ‹Swiss Lady› (Pepe Lienhard Band), ‹Cinéma› (Paola) etc. Sechsmal schrieb er mit Erfolg den Schweizer Beitrag zum Eurovisionsfestival. Das Lied ‹Once in a world› ist durch das ‹World Popular Song Festival› in Tokyo zu einem populären japanischen Kinderlied geworden. Aber auch in andern Sparten des Musikgeschehens wirkte Peter Reber mit. So schrieb er im Auftrag des Opernhauses Zürich 1982 die Musik zum Musical ‹Keep Smiling›. Mehrmals erhielt er, als beliebtester Unterhaltungskünstler der Schweiz, den Prix Walo.
|