Max Rüdlinger
 

Geb. 1949 in Flums, Kanton SG. Freischaffender Schauspieler, der meistens frei hat und somit über genügend Musse verfügt, seine Memoiren zu verfassen.
Vor ein paar Jahren – zur Förderung seiner Alterskarriere – von Bern ins Medienzentrum Zürich gezogen. Militantes Mitglied der ausserparlamentarischen Opposition anno 1968. Deklassierter Akademiker und Gelegenheitsjobber, unter anderem Institutslehrer, Gemüseverkäufer,AKW-Strahlenschutzhilfskontrolleur, bevor er nach drei Jahren freier Mitarbeiterschaft beim ehemaligen ‹Schweizer Radio International› als Übersetzer und Nachrichtensprecher angestellt wird.
In dieser Zeit Reisen in alle Ecken der Welt, die er als ‹Weltvermessung› bezeichnet. In fester Anstellung hält er es aber gerade mal einen Monat aus, bevor er sich darauf kapriziert, Filmstar zu werden. In seinem Debütfilm ‹E nachtlang Füürland› von Clemens Klopfenstein und Remo Legnazzi hat er als Quereinsteiger, der noch nie ein Filmset auch nur aus Entfernung sah, mit Überforderungen zu kämpfen und seither sein Image als Griesgram.
Verkörpert jedoch – wie zum Beispiel in ‹Achtung fertig, Charlie› – auch mal einen Oberstkorpskommandanten oder – zu zweien Malen schon – einen Frauenarzt.
Seine Midlife-Crisis meistert er als Langdistanz- Velozipedist, z.B. ans Nordkap und von San Francisco quer durch Zentralamerika nach Costa Rica.
Letzte Film-Hauptrollen absolviert Rüdlinger – mit Polo Hofer – in ‹Das Schweigen der Männer› und ‹Die Vogelpredigt› von Clemens Klopfenstein.
Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, mimt er in Calderon de la Barcas ‹Das Leben ein Traum› den weisen König Basilius.

 

 

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