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Belletristik

 

 

 
     

Beutler Maja

Schwarzer Schnee

Erzählungen & Das Album der Signora

Erstausgabe 2009, geb. SU, 13 x 21 cm, 234 Seiten

ISBN 978-3-7296-0782-8
CHF 39.00 / EUR 30.00


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Maja Beutlers Texte bringen uns neben dem Trauern- und Hadernkönnen auch unzerstörbare Lebenslust bei. Sie lassen alle Tonlagen des Menschseins anklingen und verzichten konsequent nur auf jene der Rührseligkeit. Umso freier gehen sie mit dem Wechsel von Heiterkeit und Ernst, Ironie und Sachlichkeit, Sarkasmus und Empathie um. Die Autorin beherrscht diese Registerwechsel mit dem Spürsinn, der grosse Literatur ausgezeichnet.
Daniel Rothenbühler

 

 

Der Erzählband ‹Schwarzer Schnee› markierte 2009 nach 15 Jahren des krankheitsbedingten Schweigens die «Wiedergeburt» der Autorin Maja Beutler. Heute geniesst sie beim Schreiben ihr «Rumpelstilzchendasein».
Schreiben: Das wollte die Tochter eines Berner Buchdruckereibesitzers, dessen Eltern aus Italien eingewandert waren, schon seit ihrer Jugend. Lange vor der Veröffentlichung ihres ersten Buchs 1976 habe sie geschrieben, «auch viel Chabis und vieles, das im Entwurfstadium stecken blieb». Ihrer Familie sei es nicht unbedingt ein «überwältigendes Bedürfnis» gewesen, «dass die Mutter jetzt schreibt und publiziert», sagt Beutler lakonisch. Als die Kinder klein waren, konnte sie sich angesichts des beschränkten Zeitbudgets nicht an die «grosse Form» wagen. Das Sein bestimmt das schreibende Bewusstsein: Maja Beutler bezweifelt, dass die «Arbeitsbedingungen» schreibender Mütter von der Literaturkritik auch gebührend berücksichtigt werden: «Autorinnen wie Erika Pedretti oder Adelheid Duvanel zum Beispiel wählten in einer gewissen Phase ihres Lebens als Mütter zwingend die kurze Form.» Im Alter ist Maja Beutler beim Schreiben «unerbittlicher» geworden, verwirft viel und ermahnt sich regelmässig: «Erwarte nicht, dass du dich beim Schreiben selbst verblüffst.» Das  Stipendium ‹Weiterschreiben› der städtischen Literaturkommission sei wohl die Anerkennung dafür, «dass ich nach langen Phasen der Krankheit wieder in der Lage bin zu schreiben».

Mit ‹Schwarzer Schnee› hat Beutler vor zwei Jahren ihr Alterswerk begonnen. In Ihrer Dankesrede zur Verleihung des Literaturpreises der Stadt Bern 1988 fragte sie sich: «Was altert eigentlich nie?» Und sie formulierte eine Antwort: «Vielleicht nur unsere Trauer um Verlorenes, unsere ewige Sehnsucht nach Gemeinschaft und unser Verlangen zu spielen. Ich könnte auch sagen: Unsere Träume von einer Gegenwelt reissen nie ab.
Der Bund, Alexander Sury



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Zudem erschienen

 
      

Ich lebe schon lange heute

Texte 1973 bis 2013

Erstausgabe 2013, geb., SU, 13 x 21 cm, 392 S.

ISBN 978-3-7296-0870-2, CHF 36.00 / EUR 30.00 > Mehr

 
 
      

Wärchtig

Texte zum neuen Tag

Erstausgabe 1986, 5. Aufl. 1994, Br., 13 x 21 cm, 160 Seiten

ISBN 978-3-7296-0229-8, CHF 30.00 / EUR 23.00 > Mehr

 
 

Beutler Maja

Geb. 1936, arbeitete nach ihrer Ausbildung zur Dolmetscherin im Ausland. Seit vielen Jahren lebt sie als freie Schriftstellerin in Bern. Sie war Mitarbeiterin des Schweizer Radios und schreibt auch für die Bühne.

Homepage
www.majabeutler.ch

E-Mail
maja.beutler(at)hispeed.ch

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