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Belletristik

 

 

 
     

Bohren Margrith

Uf die einte waarted mu

Grindelwalder Gschichti

Erstausgabe 2014, 2. Auflage 2015, Klappenbr., A5, 112 S.
mit Hör-CDs, gelesen von Werner Steuri

ISBN 978-3-7296-0889-4
CHF 29.00 / EUR 26.00


mal


«Beim Lesen der Geschichten bin ich in meine eigene Kindheit zurückversetzt worden. Viele Erinnerungen wurden wieder geweckt und brachten mich zum Schmunzeln.

 

Einiges hat sich in den letzten fünfzig Jahren verändert. Gleich geblieben ist aber, dass man unseren Dialekt in anderern Landesteilen nur teilweise versteht. Umso mehr freut es mich, dass Margrith Bohren den Mut hat, Geschichten in Mundart zu schreiben. Gerade meine Generation wird viel Freude an diesem Werk haben.

Sie braucht Vergleiche, Ausdrücke und Wörter, welche heute kaum mehr verwendet werden und so in Vergessenheit geraten könnten. Sie trägt dazu bei, dass unser schöner Dialekt erhalten bleibt. Dank der phonetischen Schreibweise wird es auch für jene Leserinnen und Leser möglich, die Texte zu lesen und zu verstehen, denen der Grindelwalder ­Dialekt nicht geläufig ist.

Bildlich und lebhaft schildert sie, wie sich das Leben von Kindern in der Mitte des 20. Jahrhunderts in Grindelwald abgespielt hat. Der Unterschied von damals zu unserer heutigen Wegwerfgesellschaft und zum Leben im Überfluss wird dem Leser eindrücklich, aber auch mit einer guten Portion Humor vor Augen geführt. Wer lässt heute noch Kinderschuhe mit neuen Sohlen versehen, oder welches Kind würde in unserer Zeit für 20 Rappen noch ein langes Gartenbeet jäten?»

Aus dem Vorwort von Marianne Bomio-Rubi

Von dämm Momänt aan, waa dr Bärnerhof den Betriib uufgnuun heed, hei mier Chind yser Eltren chuum mee gseen. Eppa grad no am Wuchen­endi, es ungrads Mal an em Wirtesunntig, old unter Tags an er Randschtund, wes o der Wirt mid syr Frou fertigbracht heed, en Ougenblick si an e Tischeggen im Office z setzen. Meischtens aber ischt d ­Mueter beschäftigti gsyn. Si hed regelmässig miesse d Serviertechtri ableesen, zum Znacht – Table d‘hôte hed das denn virnääm gheissen – bim Service hälfen, im Chäller bin de Läbesmittlen naa dem Rächten gseen und ir Chuchi gschouen, dass d Chechi – e firchterlich rabiati Person – ds Chuchi­mässer uusschliessi zum Schnyden bruucht. Die hed nämmli e Vorliebi gchäben, Differänzen mid dem Tranchier-Bschteck z leesen.

 

Inhalt

Es Gländer – schtatt en erschti Gschicht / Schnapsidee / D Chindergumsla / Dr Cresta Run / Frisch gsoled Schue / Wirfelzucker u Reschocherzi / Nääischuel gägen e tooti Schpraach / Dr Graaf vo Luxemburg / Frelein Giessbach / Uf die einte waarted mu – old Tanta Greet / Glossar

 

> Hörprobe

 

«Eindrücklich demonstrierte Margrith Bohren, verheiratete Gössi, den Unterschied zwischen Mundart und deutscher Schriftsprache. In letzterer sind Dramen und Erfolgsgeschichten ebenso spannend beheimatet wie im einheimischen Dialekt. Nie aber vermögen sie Farbtöne und Nuancen eines bestimmten Ortes widerzugeben wie bei Margrith Bohren im Dorf zwischen Grosser und Kleiner Scheidegg. Schuhe als Thema einer ganzen Geschichte? Auch hier gelingt es der Bohren-Tochter des Hotels Bernerhof, die Zuhörenden mit lebendigen Bildern in ihren Bann zu ziehen.»
BO Berner Oberländer, Guido Lauper, 9. Februar 2016

 

«Oft war Margrith Bohren bei Lesungen von Leuten darauf angesprochen worden, dass sie die Mundart-Geschichten nicht nur hören, sondern auch lesen möchten. Dies war der Startschuss für das Bücherschreiben in Mundart. Die Geschichten aus ihrer Kindheit niederzuschreiben, war ‹fr mi sälber es gedanklichs Heichoo gsyn.›
Für Menschen aus dem Berner Oberland mag dieses Buch wohl einfach zu lesen sein, aber für andere ist es vermutlich teilweise schwierig zu verstehen. Dennoch ist es witzig, bild- und lebhaft geschrieben.»

Britta Trachsler, Jungfrau Zeitung

 

«Bildhaft und lebendig kommen ihre Geschichten daher, wenn sie erzählt, wie sich das Leben von Kindern in der Mitte des 20. Jahrhunderts abgespielt hat. Das Besondere: Margrith Gössi nimmt die Leser auf eine Reise mit in das Hotel, in dem sie aufgewachsen ist. Die perfekte Kulisse eben für ein Zeitdokument mit historischem Charakter.

Und warum Mundart? ‹Der Dialekt bewegt sich auf einer Gefühlsebene und hat ein breites Spektrum an Feinheiten.› So beinhalten ihre in Mundart geschriebenen Geschichten Formenreichtum und eigenwillige, anschauliche Redewendungen.»

Edith Meyer, Neue Luzerner Zeitung

 

«Eindrücklich schildert Margrith Bohren in ihren Geschichten, wie sich das Leben von Kindern in der Mitte des 20. Jhd. in Grindelwald abgespielt hat. Der Unterschied von damals zu unserer heutigen Wegwerfgesellschaft und zum Leben im Überfluss wird dem Leser eindrücklich, aber auch mit einer guten Portion Humor vor Augen geführt. Auf den beigelegten CDs sind die Geschichten in schönstem Grindelwalder Dialekt anzuhören.»

Bödeli Info



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Bohren Margrith

Geb. 1943 in Grindelwald, Betriebsökonomin und Geschäftsfrau, lebt seit bald fünfzig Jahren in der Innerschweiz. Schreibt in Deutsch und Mundart (Grindelwalder Dialekt), Prosa, Lyrik, Metarismen. Porträtiert wurde die Autorin in der ‹Literarischen Innerschweiz› (Ulrich Suter 2011), und im Rahmen der ‹Sammlung der Schweizer Poesie› (2013) hat sie den Kanton Schwyz vertreten.

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