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Belletristik

 

 

 
     

Traber Barbara / Ramseier Jürg

Für immer jung und schön

Olga Picabia-Mohler (1905–2002). Eine Annäherung

Erstausgabe 2014, Geb., SU, 13 x 21 cm,
mit farbigen Bildteilen, 256 S.
Mit Bildern aus dem Album von Olga Picabia
und Fotos von Jürg Ramseier

ISBN 978-3-7296-0879-5
CHF 36.00 / EUR 30.00


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> Leseprobe

 

Die Gedenktafel ‹Für Olga Picabia-Mohler und Francis Picabia› findet sich noch heute beim Bahnhof Rubigen. Eines Tages stösst die Autorin darauf und beginnt – fasziniert von diesem aussergewöhnlichen Paar – zu recherchieren.

 

Am 1. Dezember 1925 besteigt die 20-jährige Olga Mohler, Tochter des Bahnhofvorstands, in Rubigen den Zug. Das Dorf im Berner Aaretal ist ihr zu eng geworden. Sie träumt von einem abenteuerlichen Leben – und nimmt eine Stelle als Kindermädchen an der mondänen Côte d’Azur an. Dort landet sie im ‹Château de Mai› von Francis Picabia und seiner Lebensgefährtin Germaine Everling. Die naive Schweizerin mit den blonden Zöpfen weiss nicht, dass Picabia ein berühmter Maler des Dadaismus ist, und von Kunst versteht sie vorerst gar nichts. Noch weniger ahnt sie, dass sie eines Tages die neue Muse, Geliebte und spätere Ehefrau von Picabia sein wird und sich im Künstlermilieu von Paris mit ­Picasso, Cocteau & Co. zu bewegen weiss. Bevor sie ihr Lebensglück findet, muss sie jedoch in einer schwierigen Ménage à trois ausharren und wie im Märchen Hindernisse überwinden. «Welche Frau hat schon so aufregende Jahre erlebt», wird sie später sagen.
Olga bleibt bis zum Tod des Künstlers 1953 an seiner Seite und überlebt ihn um fast ein halbes Jahrhundert. Damit Picabia nicht vergessen wird und sein Werk in gute Hände kommt, gründet sie eine Stiftung, das ­Comité Picabia, und sie legt ein Album an, mit Bildern des Künstlers und Erinnerungen an ihn.

 

Weshalb schaffte es ausgerechnet die Kindergärtnerin aus Rubigen, den 26 Jahre älteren, schwierigen, charismatischen Künstler an sich zu binden und ihm Halt zu geben?
Mit spürbarer Begeisterung und Respekt für die mutige Bernerin, die bis ins hohe Alter mit ihrem legendären Peugeot von Frankreich nach Rubigen fuhr, lässt uns Barbara Traber am Leben von Olga Picabia-Mohler teilhaben.
Olga stirbt 2002 mit 97 Jahren einsam in Paris; ihre Urne wird auf den Friedhof Münsingen überführt und gerät dort in Vergessenheit. Auf Porträts jedoch ist sie von ihrem berühmten Mann, ihrer grossen Liebe, verewigt worden: für immer jung und schön.



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Traber Barbara

Geb. 1943 in Thun. Handelsdiplom, Auslandsaufenthalte in London, Lagos, Paris. Freie Publizistin, Autorin, Lektorin/­Korrektorin,
Übersetzerin (aus dem Französischen und Englischen).
Lesungen/Vorträge/Kolumnen. Spezialgebiet: Mundart. Beiträge in ­Anthologien und Literaturzeitschriften. Herausgeberin von Mundartliteratur. Von 1997–2009 Mitglied der Redaktion der Schweizer ­Literaturzeitschrift ‹orte›. Zahlreiche Publikationen: Lyrik, Romane, Erzählungen (auch in Mundart), Krimis, Sachbücher, Beiträge in Literaturzeitschriften.

Homepage
www.traber-traber.ch

Ramseier Jürg

Geb. 1954 in Rubigen. Studium der Sozialarbeit in Bern, ausgedehnte Reisen. 1985–1986 am International Center of Photography in New York. Freischaffender Fotograf (NZZ, Weltwoche, Das Magazin, Du, Paris Match). ­Lehraufträge: Medienausbildungszentrum Luzern u. Schule für Gestaltung Bern. Fotografische Dokumen­tationen, Ausstellungen und Kunstprojekte.
Heute CEO/Founder von ribcap.

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