Zytglogge Verlag, Schoren 7, CH-3653 Oberhofen, Tel. +41 (0)33 244 00 30, Fax +41 (0)33 244 00 33, info(at)zytglogge.ch

Belletristik

 
     

Mani Matter / Ramuz Charles Ferdinand

Histoire du Soldat · Die Geschichte vom Soldaten

Ein Märchenspiel, das Ramuz zu Musik von Igor Strawinsky verfasste

Ins Deutsche übertragen von Mani Matter.
Textbuch französisch/deutsch
Erstausgabe 2012
Klappenbr., 11,5 x 18 cm, 104 Seiten

 

ISBN 978-3-7296-0844-3
CHF 26.00 / EUR 23.00


mal


> Leseprobe

 

Es war einmal ein Soldat, der auf dem Nachhauseweg den Teufel traf.

 

Für ein geheimnisvolles Buch, dessen Lektüre Reichtum verspricht, tauscht der Soldat seine Geige ein, und um den Handel perfekt zu machen und dem Teufel das Geigenspiel beizubringen, nimmt er des Teufels Gastfreundschaft an. Statt der vereinbarten drei Tage verbringt er – ohne zu bemerken, wie schnell die Zeit vergeht – drei Jahre in der Fremde in Saus und Braus. Von den Seinen für verschollen erklärt und aus seiner militärischen Anstellung verstossen, irrt er nun durch die Welt. Wiederholt trifft er auf den Teufel, der ihn zunächst zum erfolgreichen Kaufmann macht und ihn dann auf die Spur eines verwunschenen Königreichs bringt: Wer die Prinzessin heilt, erhält sie zur Frau und wird König. Um diese Ehren entbrennt ein Zweikampf zwischen dem Soldaten und dem Teufel, bei welchem die Geige eine entscheidende Rolle spielt. ­Dieses russische Märchen, in dem die Frage nach Genuss oder monetärem Erfolg gestellt wird, war die Vorlage für Charles Ferdinand Ramuz’ und Igor Strawinskys ‹Geschichte vom Soldaten›, oder wie der originale Märchentitel lautet: ‹Der fahnenflüchtige Soldat und der Teufel›.

«Jürg Wyttenbach und Mani diskutierten längere Zeit und immer wieder über gemeinsame Theater- und Musikprojekte. Eines davon war, auf einem Bauernwagen an verschiedenen Plätzen in der Berner Altstadt ‹Die Geschichte vom Soldaten› zu spielen. Der Plan kam nie zustande. Mani machte 1963 in diesem Zusammenhang diese Übersetzungsarbeit aus reiner Lust am Übersetzen. Die Genauigkeit, Einfühlsamkeit und Interpretationsfantasie, die Übersetzenden abverlangt werden, faszinierten ihn. Sein ganzes Zimmer an der Egelbergstrasse 28, wo er mit seinem Vater wohnte, war mit Wörterbüchern und Reimlexika übersät, und er konnte stundenlang an einem Wort herumtüfteln. Er machte die Übersetzung, weil er fand, dass der Text von C. F. Ramuz eine bessere Übertragung verdiene als die damals vorliegende. Die Uraufführung war am Basler Theatermarkt 1975 (Musikalische Leitung Jürg ­Wyttenbach, Inszenierung Erich Holliger) anlässlich der Eröffnung des neuen Stadttheaters Basel.»
Joy Matter

 

> zum gesamten Mani Matter Sortiment



> MERKEN   |   > WEITEREMPFEHLEN

Mani Matter

Eigentlich Hans Peter,
geb. 4. August 1936. Jusstudium, Oberassistent an der Univer­sität, dann Rechtskonsulent der Stadt Bern. Mit 17 erste berndeutsche ­Lieder, später Auftritte im Radio, ­Konzerte mit den ­Berner Troubadours und Soloprogramme in Kleintheatern. Starb am 24. November 1972 bei einem Auto­unfall.

Ramuz Charles Ferdinand

Geb. 1878 als Sohn eines Kolonialwarenhändlers in Lausanne. Schriftsteller und Lyriker. Gilt als ­bedeutendster Vertreter der Schweizer Literatur in französischer Sprache. War verheiratet, hatte eine Tochter. Gest. 1947 in Lausanne.
Werke (u. a.): ‹Aline›, ‹Farinet›, ‹Die Herrschaft des Bösen›, ‹Grund des Daseins›

Neuerscheinung im Mai

‹Aussteigen – Umsteigen›
Wege zwischen Job und Berufung
von Morgenthaler Mathias /
Zaugg Marco

Wer träumt nicht manchmal davon, noch einmal neu zu beginnen, etwas ganz anderes zu tun, mehr auf die innere Stimme zu hören? Warum sind es so wenige, die zu neuen Ufern aufbrechen?
Dieses Buch lädt dazu ein, Veränderungen in Angriff zu nehmen.

Erscheint Ende Mai 2013.

> Mehr

Neu im April

‹Somerset› von Alexandra Lavizzari
So ganz überraschend kommt es nicht, dass Alexandra Lavizzari mit ihrem neuen Buch ‹Somerset› einen Thriller vorlegt. Sie gestaltet ihre spannungsreiche Geschichte mit den dazugehörenden Ingredienzien wie Mord, Erpressung, Verfolgung usw.

> Mehr

------------------------------------

‹I de gottvergässne stedt›
von Paul Bernhard
Rothen
Mani Matter und die Verteidigung
des Christentums

Hier das kleine Manuskript, in dem ich die Anliegen Mani Matters aus der Sicht eines Theologen zu fassen versuche. Je länger ich Matter lese und höre, umso vielschichtiger und präziser enthüllen sich die Zusammenhänge in seinem Denken und Dichten.

> Mehr

Neu im Februar

Lesen Sie die Lebensgeschichte:

‹Diese Brücke war mein Schicksal›
von Edith Kammer

Das Buch ist – neben der eindrücklichen Schilderung ihres Lebens – eine interessante, faktengetreue Zeitreise von den harten Dreissigerjahren des vorigen Jahrhunderts bis ins 21. Jahrhundert.

> Mehr

Neu in Mundart

Lust auf Mundart?
Dies sind unseren neusten Mundartbücher:

-----------------------------------------------

‹Wart schnäll› von Bruno Weber
Eigentlich sollte man ihn hören, den Berner aus dem Stöckacher, wenn er mit seiner angenehmen Stimme Erlebnisse aus den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erzählt. Nun gibt es Webers Erinnerungen zwischen den Deckeln dieses Buches (inkl. Hör-CD)

> Mehr

------------------------------------

‹steirych› von Walter Däpp
Wale Däpp legt mit ‹steirych› sein drittes Buch mit hundert berndeutschen Geschichten vor. Eine reiche Auswahl von Lesehäppchen, die Freude, Spass, aber auch Sinn machen. 

> Mehr

Neuerscheinungen 2012