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Sachbuch

 
     

Mani Matter

Die pluralistische Staatstheorie

oder Der Konsens zur Uneinigkeit (1967/68)

Hg.: Prof. Dr. Benjamin Schindler
Erstausgabe 2012, Klappenbr. 11,5 × 18 cm, 240 S.

ISBN 978-3-7296-0852-8
CHF 36.00 / EUR 30.00


mal


Als Staatsdiener begegnete er dem Staat in seiner alltäglichen Bana­lität. Als Värslischmied nahm er ihn und seine Entscheidungsträger aufs Korn. Und als Staatsdenker begann er dort Fragen zu stellen, wo die meisten mit dem Fragen aufhörten.

 

Hans Peter – oder ‹Mani› – Matter (1936–1972) hat als Liedermacher und Sprachkünstler Generationen begeistert. Aus Belanglosigkeiten des Alltags schuf er poetische, skurrile, bissige und liebevolle Wortspiele. Manche erscheinen als Nonsens, doch hinter allen verbirgt sich ein tieferer Sinn. Die genaue Beobachtung des Alltäglichen, sein spielerisch-kunstvoller Umgang damit und die Suche nach dem tieferen Sinn haben das Werk Matters geprägt. Nirgends wird dies so deutlich wie in seiner Auseinandersetzung mit dem Thema Staat.

‹Die pluralistische Staatstheorie› entstand während eines Forschungsaufenthalts in Cambridge in den Jahren 1967 und 1968.
Die als ­juristische Habilitationsschrift konzipierte Arbeit rückt fünf Autoren aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen ins Zentrum (Otto von Gierke, Emile Durkheim, William James, Léon Duguit, Hugo Krabbe und Harold Laski). Die staatstheoretische Darstellung kreist dabei um die grundlegenden Fragen nach dem Verhältnis von Staat und Recht, nach der staatlichen Souveränität und nach der Stellung von Individuum und Verbänden im und zum Staat.
Benjamin Schindler, Universität St. Gallen

 

Wir reden von der modernen pluralistischen Gesellschaft, in der eine Vielheit von Gruppen, in- und übereinandergeschachtelt, eine Vielheit von sozialen Funktionen erfüllt und den Einzelnen gleichzeitig in mannigfaltigen Verbindungen und Abhängigkeiten stehen lässt. In einer solchen Gesellschaft sehen auch die Pluralisten den Staat als eine soziale Ordnung unter anderen mit einer spezifischen Funktion, von der her er zu verstehen ist. […] Er ist eine Vielheit von Individuen und Gruppen, denen die Einheit nur als Ziel gesetzt und gemeinsam aufgegeben ist.

H. P. Matter im Vorwort zur ‹Pluralistischen Staatstheorie›

 

«In seinen Liedern hat Mani Matter den Staat, seine Ämter und seine Bürger, weiss Gott gern aufs Korn genommen. Dass hinter der skurril-bissigen Poesie auch eine intellektuelle Auseinandersetzung stand, wissen wir aus seinen Tagebüchern und juristischen Schriften. Zu letzteren gehört auch Matters unvollendete Habilitationsschrift von 1967–68, die nun erstmals erscheint. Dem Juristen Benjamin Schindler ist für die sorgfältige Edition und eine konzise Einführung ebenso zu danken wie dem Verlag für das editorische Wagnis. Nicht weil wir alle partout eine komplexe Darlegung der pluralistischen Staatstheorie lesen müssten (sie liest sich allerdings mit Gewinn) – sondern weil damit das intellektuelle Potenzial unseres nostalgisch verehrten Värslischmieds einmal mehr dokumentiert und die Herausgabe seiner Schriften komplettiert wird.»

NZZ am Sonntag, Kathrin Meier-Rust

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Zudem erschienen

 
      

Das Cambridge Notizheft

Tagebuch 1968

Erstausgabe 2011, Klappenbr., 11,5 x 18 cm, 136 Seiten

ISBN 978-3-7296-0830-6, CHF 29.00 / EUR 22.50 > Mehr

 
 

Mani Matter

Eigentlich Hans Peter,
geb. 4. August 1936. Jusstudium, Oberassistent an der Univer­sität, dann Rechtskonsulent der Stadt Bern. Mit 17 erste berndeutsche ­Lieder, später Auftritte im Radio, ­Konzerte mit den ­Berner Troubadours und Soloprogramme in Kleintheatern. Starb am 24. November 1972 bei einem Auto­unfall.

Neu im Juni

Mark Pieth – Der Korruptionsjäger
im Gespräch mit Thomas Brändle und Siri Schubert

Wenn von Korruption, Bestechung und Schmiergeldzahlungen die Rede ist, fällt immer öfter derselbe Name: Mark Pieth. Im Gespräch bietet Mark Pieth spannende Einblicke hinter die Kulissen seiner vielfältigen Aktivitäten im Kampf gegen die internationale Wirtschaftskriminalität.

Erscheint Ende Juni 2013

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Neu im Mai

‹Aussteigen – Umsteigen›
Wege zwischen Job und Berufung
von Morgenthaler Mathias /
Zaugg Marco

Wer träumt nicht manchmal davon, noch einmal neu zu beginnen, etwas ganz anderes zu tun, mehr auf die innere Stimme zu hören? Warum sind es so wenige, die zu neuen Ufern aufbrechen?
Dieses Buch lädt dazu ein, Veränderungen in Angriff zu nehmen.

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Neu im April

‹Somerset› von Alexandra Lavizzari
So ganz überraschend kommt es nicht, dass Alexandra Lavizzari mit ihrem neuen Buch ‹Somerset› einen Thriller vorlegt. Sie gestaltet ihre spannungsreiche Geschichte mit den dazugehörenden Ingredienzien wie Mord, Erpressung, Verfolgung usw.

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‹I de gottvergässne stedt›
von Paul Bernhard
Rothen
Mani Matter und die Verteidigung
des Christentums

Hier das kleine Manuskript, in dem ich die Anliegen Mani Matters aus der Sicht eines Theologen zu fassen versuche. Je länger ich Matter lese und höre, umso vielschichtiger und präziser enthüllen sich die Zusammenhänge in seinem Denken und Dichten.

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Neu im Februar

Lesen Sie die Lebensgeschichte:

‹Diese Brücke war mein Schicksal›
von Edith Kammer

Das Buch ist – neben der eindrücklichen Schilderung ihres Lebens – eine interessante, faktengetreue Zeitreise von den harten Dreissigerjahren des vorigen Jahrhunderts bis ins 21. Jahrhundert.

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Neu in Mundart

Lust auf Mundart?
Dies sind unseren neusten Mundartbücher:

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‹Wart schnäll› von Bruno Weber
Eigentlich sollte man ihn hören, den Berner aus dem Stöckacher, wenn er mit seiner angenehmen Stimme Erlebnisse aus den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erzählt. Nun gibt es Webers Erinnerungen zwischen den Deckeln dieses Buches (inkl. Hör-CD)

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‹steirych› von Walter Däpp
Wale Däpp legt mit ‹steirych› sein drittes Buch mit hundert berndeutschen Geschichten vor. Eine reiche Auswahl von Lesehäppchen, die Freude, Spass, aber auch Sinn machen. 

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Neuerscheinungen 2012