Zytglogge Verlag, Steinentorstrasse 11, CH-4010 Basel
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Über Periodika und Reihen

Zytglogge Zytig und Stehplatz

 

Die ‹Zytglogge Zytig› entstand 1975 als Monats-Kulturblatt - zum 10-jährigen Bestehen des Verlags. Sie blieb, erweiterte sich, aus Zweier-Redaktionen (Lukas Hartmann/Martin Hauzenberger 1975/76, Sam Jaun/Daniel Leutenegger 1977/78) wuchsen stets sich erneuernde Redaktionsstäbe von 3 - 7 Leuten, die mit Hugo Ramseyer als Herausgeber in Teilzeitarbeit die ‹Zytig› machten. (Darunter Balts Nill, Beatrix Bühler, Thomas Widmer, Tobias Kästli, Jaques Picard, Christian Jacquet, Lili Sommer, Lilian Studer, Remo und Dona Galli, Anna Stüssi, Bendicht Luginbühl, Andreas Langenegger und Hanspeter Spörri). Ziel: in lesbarer, gut recherchierter Art die Vielfalt und Lebendigkeit der Schweizer Kultur einbringen, auf dass sie Resonanz, Anregung, Kritik finde. Ob Literatur, Musik, Kunst, Film, Architektur, Theater, Kulturpolitik - die ‹ZZ› sollte, mit spezieller Berücksichtigung alternativer und kritischer Unternehmungen, allem offen stehen. Wesentlicher Teil - und seither von vielen Printmedien lokal kopiert - wurde der ‹Spielplan Schweiz›, in dem von Kleintheater- und Konzertereignissen bis zu Festivals und Operninszenierungen fast lückenlos die Aufführungsdaten angezeigt wurden.
Die ZZ-Edition: Eine Spezialität der Zytglogge Zytig war in den 80er-Jahren das ganzseitige ‹Poesieblatt›, das man als Sonderdruck in der ‹ZZ-Edition› bestellen konnte. Nahmhafte Künstler wie Urs Dickerhof, Timmermahn, Franz Anatol Wyss, Jörg Müller, Stephan Bundi, Emil Zbinden, Claude Kuhn, Rudolf Mumprecht, Carlo Lischetti u.a. machten hier mit.
1991 trat die Schweizer Kulturzeitung ‹Stehplatz› an die Stelle der ‹ZZ›, eine vom Verlag (fast) unabhängige Publikation, die dann ab Ende 1995, von einer quer durch das schweizerische Kulturschaffen abgestützten ‹Stiftung Stehplatz› getragen und herausgegeben wurde, 1996 jedoch, mangels Abonnentenzuwachs, eingestellt wurde.

Dissonanz, Einspruch, Rohrstock, O-Ton

 

Über längere Zeit wurden die Musikzeitschrift ‹Dissonanz› und die Literaturzeitschrift ‹Einspruch› durch die Zytglogge-Administration vertrieben. ‹Dissonanz› gibts (dank ‹Pro Helvetia›) weiterhin, ‹Einspruch› leider nicht mehr. Auch die von Jürg Jegge herausgegebene Pädagogik-Postille ‹Rohrstock› und die von Daniel Leutenegger und einem Team lancierte Musikzeitschrift ‹O-Ton› mussten - trotz tollkühner Ideen und viel Idealismus - wegen desolatem Abozuwachs nach je 4 Nummern eingestellt werden. Nun sind die Zeugen der einstigen Kulturhochs nur noch im Archiv zu besichtigen.

Gestalter und ihre Reihen

 

Im Archiv sind ebenfalls die Restexemplare diverser einst mit Elan lancierten (und grafisch einheitlich gestalteten) Buch- und Ton-Serien aufgereiht, z.B. die ZytTaBu (unsere eigene Taschenbuch-Reihe, gestaltet von Werner Jeker), die Zytglogge HotBooks (eine Krimi-Reihe; Umschläge: Werner Jeker), die Zytglogge Test-Hefte (Grafiker: Andreas Schärer und Stephan Bundi), die Ton-Erstlinge ZYT-EP (Cover-Entwürfe: Kurt Wirth) und die Zytglogge Sprechplatten (ein erster Hörbuch-Versuch 20 Jahre vor den Audio-CDs, Gestalter: Eugen Traber). Ansonsten sind die Covers unserer Bücher und CDs individuell und auf die Wünsche von InterpretIn und AutorIn ausgerichtet. Lange Zeit war Werner Maurer unser externer Hausgrafiker und zuständig für das ZZ-Layout, für LP-Covers, Buchtitel und Werbung - bevor die hausinternen HerstellerInnen (Beat Brechbühl, Esther Kaiser, Karin Widmer, Edith Biedermann, Katja Leudolph, Sonja Benz, Kurt Blatter, Roland Maire und Franziska Muster Schenk) dann dem Outfit ihren persönlichen Stempel aufdrückten.