Zytglogge Verlag, Steinentorstrasse 11, CH-4010 Basel
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Über das Buchprogramm

z.B. Gerhard Meier
z.B: Tania Kummer

Schweizer Belletristik


Um den «Doyen der neuen Schweizer Literatur» (Die ZEIT), Gerhard Meier scharten sich ab 1970 AutorInnen wie Peter J. Betts, Sam Jaun, Rolf Geissbühler, Alex Gfeller, Kurt Hutterli, Lukas Hartmann, Maja Beutler, Mariella Mehr, Beat Weber, Rolf Deppeler, Urs Karpf, Max Huwyler, Peter Weibel, Jochen Kelter, Hans Mühlethaler, Markus Michel, Amelie Plume, Lydia Portmann, Peter Morger, Helen Stark-Towlson, Bea Schilling, Esther Spinner, Karin Rüttimann, Gisela Rudolf u.a. In der von Lektor Willi Schmid initiierten Sisyphos-Reihe fanden eigenwillige, experimentelle Titel oder Erstlings-Literatur ihren Platz (Alberigo Albano Tuccillo, Maya Bianchi, Ana Lang, Yla Margrit von Dach, Peter Jörg, Martin Loosli, Bernhard Jundt, Christine Rinderknecht, Barbara Hotz, Erhard von Büren).
AutorInnen, die auch im letzten Jahrzehnt aktuell und präsent sind: Katharina Zimmermann, Therese Bichsel, Maja Beutler, Alexandra Lavizzari, Gisela Widmer, Annette Mingels, Tania Kummer, Yvonne Léger, Lisa Elsässer, Iris Gerber, Lotti Marti, Marina Markees, Frank Demenga, Max Rüdlinger, Jean Villain, Werner Morlang, Francesco Micieli, Linard Bardill, Paul Riniker, Bernard Thurnheer, Franz Hohler, Mani Matter und Ueli der Schreiber.
SpezialistInnen für historische Themen sind Bernhard von Arx, Jost Imbach, Erich Sutter, Monika Dettwiler und Ursula Meier-Nobs.

Mundart

 

Immer noch ist die von Anbeginn gepflegte Mundart-Literatur bei Zytglogge im Programm. Neben den gewichtigen Werken von Christine Kohler, Fritz Widmer, Ernst Burren und Werner Marti erlebten die Bücher von Christine Iselin-Kobler, Walter Däpp, Walter Eschler, Max Huwyler, Andreas Urweider, Michael Dähler, Paul Jakob Gillmann, Andreas Neeser, Peter Wyss und Maja Zimmermann breite Resonanz.
Beliebt sind die in den letzten Jahren lancierten ‹Mundartgschichte vo früecher u jitz› (eine Art Oral-History) von Ruedi Straub, Helene Beyeler, Margrith Gimmel, Marie Rüegsegger, Julia Balzli, Romi Schär, Martha Schüpbach, Edith Kammer, Loni Lehmann, Ursula Spring, Elsbeth Hüttinger und Adele Schenk.
Renner sind die Dezämbergschichte (und -CDs) von Alex Kurz, Max Oberli, Liselotte Gäumann, Ursula Stalder-Witschi, Renée Maria Bellafante und Paul Niederhauser.
Heute bringt Zytglogge im Jahr ca. 4 - 5 neue belletristische Titel, davon 1 - 2 Mundart. U.a. Polo Hofer ‹Das alles u no vil meh›, Songtexte, Renata Burckhardt ‹Hätti sötti wetti›, Bund-Kolumnen.

 

z.B. Mathias Morgenthaler

Sachbücher

 

Neben den Gold- und Platin-Auflagen von Matter und EMIL wurden die Zytglogge Sachbücher das finanzielle Rückgrat des Verlags. Die Verleger verfolgten dabei eine Linie der kritischen Alternative, der Erfolg gab ihnen dabei Recht: Hans A. Pestalozzis ‹Nach uns die Zukunft› und ‹Auf die Bäume ihr Affen›, Pfarrer Siebers ‹Menschenware - wahre Menschen› und ‹Platzspitz - Spitze des Eisbergs›, Urs Frauchigers ‹Was zum Teufel ist mit der Musik los› und ‹Verheizte Menschen geben keine Wärme›, Josef Hochstrassers ‹Der Kopfstand auf der Kirchturmspitze›, Marco Schnyders ‹Drogenfeuer›, Helmut Hubachers ‹Tatort Bundeshaus›, Eva Zeltners ‹Mut zur Erziehung› waren und sind nicht nur Erfolgstitel, sondern schufen, in Einzelfällen zumindest, ein bestimmtes Klima des Aufruhrs und der Veränderung. AutorInnen wie Gret Haller, Erica Brühlmann-Jecklin, Heinz Bütler, Roman Brodmann, Ralph Graeub, August R. Lindt, Paul Michael Meyer, Urs Hostettler, Daniel Lukas Bäschlin, Urs P. Gasche, Jürg Tobler, Karl J. Rechsteiner, Ernst Waldemar Weber, Marc Rufer, Beat Weber, Hansjörg Erny, Kurt Siegenthaler, Reto Kohler und Ruedi Sutter trugen entscheidend zu dieser "Heimaterkundung der anderen Art" bei. Und die Lebensberichte von Rosalia Wenger, Trudi Bosshard, Ursula Eggli (‹Herz im Korsett›), Iris Galey (‹Ich weinte nicht, als Vater starb›), Diane d' Henri (‹Die Frau des Geliebten der Mutter›), Jürg Hugentobler (‹Obladi oblada›) räumten mit einigen Tabus im Bereich des Sozialromans auf.

Dazu gekommen sind u.a.: Jasmin El Sonbati (‹Moscheen ohne Minarett›), Erica Brühlmann-Jecklin (‹Ruth C. Cohn›), Mathias Morgenthaler (‹Beruf und Berufung›), C. Braun/M. Rössler (‹Cornelius Koch - Flüchtlingskaplan›), Bastien Girod (‹Green Change›), Patrick Feuz (‹Zwischen uns ein Ozean›), Walter Däpp (‹Herrlich komplizierter Lauf der Zeit›), Thomas Brändle und Dominik Riedo (Hg. ‹Über Geld spricht man doch›).


AutorInnen neueren Datums, die im Lektorat vor allem von der Co-Leiterin und Co-Geschäftsführerin Bettina Kaelin Ramseyer betreut wurden/werden, sind: Barbara Freigang, Marianne Siegenthaler, Claudia Haebler, Ilona Hug, Gabriella Baumann-von Arx, Heike Hinsen, Erika Toman, Andrea Schafroth, Dorothee Vögeli, Mirella Chopard, Eva Zeltner, Claudia Zeier Kopp, Claudia Weiss Gerber, Katharina Wille-Gut, Nora Haberthür, Bernard Thurnheer, Frank Urbaniok, Peter Angst, Peter Schneider, Daniel J. Schüz, Markus Fäh, Erik Golowin, Allan Guggenbühl, Hans-Jürg Braun, Angelo Panic, Michael Pfister, Paul Hoff u.a.

Werkbücher

 

Um fortschrittlichen LehrerInnen praktische, erprobte Ergänzungslehrmittel anbieten zu können, wurden die ‹Zytglogge Werkbücher› kreiert: grosszügig aufgemachte A4-Broschüren, die von Fachleuten und Projektgruppen entwickelt, geschrieben und selber gestaltet werden. Z.T. entstanden diese Handbücher "aus der Praxis für die Praxis" in Zusammenarbeit mit der Lehrerfortbildungszentrale (‹Tanzchuchi›, ‹Räumliches Gestalten›, ‹Handarbeiten/Werken›, ‹Schulmusik konkret›, ‹Mittelalter›, ‹Menschenzeichnen›, ‹Elemente›), der Schulwarte Bern (‹Waldwerkstatt›), Schulstelle der Hilfswerke (‹fremd›), dem Pestalozzianum Zürich (‹Stadtökologie›), dem SBN (‹Natur erleben›), dem WWF (‹Regenbogenschlange›, ‹Pottwale›, ‹Elefanten›, ‹Delphine›, ‹Wölfe›, ‹Bären›), aber auch im Kontakt mit der Malpädagogin Bettina Egger, den Tanzpädagoginnen Madeleine Mahler, Susi Reichle, Ulrike Meyerholz, dem Drachenbauer Ruedi Epple, der Märchenerzählerin Elisa Hilty, dem Videospezialisten Rüdiger Stiebitz, dem Computerfachmann Daniel Perrin, der Arbeitsgemeinschaft Jeux Dramatiques, dem Saiteninstrumentenbauer Martin Kesselring, den Didaktiklehrern Gertrud Meyer, Hans Peter Hari, Hansheinrich Rütimann, dem Körpermaler Martin Frutiger, der Yogalehrerin Adelheid Ohlig, den Kreativschreibern Christa und Emil Zopfi, dem Kunstpädagogen Thomas Lüchinger (‹Intuitiv Zeichnen› und ‹Intuitiv Malen›), Otto Heigold (‹Alle können drucken›) und Frank Burkart (‹Punkt und Perspektive›). Auch die Bücher mit erprobten Experimenten (Gerd Oberdorfer: ‹Das springende Ei›, ‹MatheMagie›, ‹Forscherkiste›) und für den Werkstattunterricht (Käthi Zürcher: ‹1 x 1 Wst›, Martin Keller: ‹Gedicht-Wst›) werden von werkstatterfahrenen Lehrkräften geschätzt. Aktuell ist der Philosophie-Ratgeber für Eltern und Schule (‹Selber denken macht schlau›) von Eva Zoller.
Aktuelle Titel: Petra Ketelsen & Team (‹Indianerwerkstatt 1+2›, ‹Advents- und Weihnachtswerkstatt›), Hape Köhli & Team (‹Ritterwerkstatt›, ‹Tanzbar›), Alain Ziehbrunner (‹Jaromir-Lesekartei›), Josef Hochstrasser (‹Religion›), von Däniken/Zaugg (‹Rätsel der Welt›), Jost/Maisch (‹Eiszeit - Heisszeit›), Ellermann/Meyerholz (TuB), Bettina Egger (‹Kunsttherapie›). Im Jahr erscheinen ca. 1-2 Neuheiten.

z.B. Robert Tobler

Kinder-, Jugend- und Liederbücher

 

Start war 1984 Lukas Hartmanns ‹Anna-annA› - das später erfolgreich verfilmt wurde. Mit René Hrncir, Andreas Kündig, Irena Brezna, Beat Brechbühl, Agathe Keller, Ursula Eggli, Robert Tobler, Iris E. Riesen, Hanna Steinegger, Simon & Beat Hugi, Christine Kohler, Heinrich Wiesner, Christine Olmos, Max Huwyler, Ueli Balmer, Linard Bardill, Barbara Burren und Mirca Dalla Piazza stiessen Autorinnen und Autoren dazu, die spannend geschriebene Jugend- und Kinderbücher für den Altersrahmen 5 bis 15 Jahre mach(t)en. Aktuell: Tom Begert / Maria Zimmermann (‹Kleine Abenteuer›)
Dazu kamen illustrierte Liederbücher mit Partituren, Texten und Gitarrengriffen (zu den Liedern von Dieter Wiesmann, Fiorenza/Sautter, Bandudeli, Pauli/Bardill und Peter Reber). Wir publizieren wenige, dafür ansprechende Titel, in schöner Ausstattung. Aktuell: Peter Rebers ‹Myni Lieder›, Vol. 2, Ueli Schmezers ‹Chumm sing mit!› und ‹Im Röseligarte› (Hg. Otto v. Greyerz, Bilder Rudolf Münger).

Kunst, Comic und Cartoon

 

Eine eher sporadische Angelegenheit, ein Spielbein, das nie zu einem Standbein des Verlags wurde, sind die Bücher der Zeichenkünstler und Maler. Kaspar Fischer z.B., Preisträger des deutschen Kleinkunstpreises, gab neben seinen literarischen auch zeichnerische Werke bei Zytglogge heraus (u.a. ‹Tanaswarimbantac - die Stadt im Dschungel›), Arthur Loosli veröffentlichte seine fantastischen Kupferstiche, Dieter Leuenberger seine surrealen Bilder, Robert Meister beschrieb ‹Albert Anker und seine Welt›, und Beat Schneider legte in ‹Penthesilea› eine etwas andere Kultur- und Kunstgeschichte auf.
Unsere Comic-Reihe verpflichtete sich einerseits der engagierten Umweltberichterstattung (‹S.O.S. Planet Erde› Bd. 1 bis 3 von Al Daniel und die WWF-Comics der Gebrüder Paccalet), andererseits pflegten wir eine geraume Weile den anspruchsvollen, künstlerisch hochstehenden Comic, der auch literarisch interessierte Bildbandsammler anspricht (z.B. Bernhard Schlups Projektgruppe Zeichnen mit Dürrenmatts ‹Der Richter und sein Henker› und Beat Brechbühls ‹Josef und Elisa›, Karin Widmer mit Franz Hohlers ‹Rückeroberung›, Frida Bünzlis ‹Hirsebarden›, Hannes Binder mit ‹Die Reportage›, ‹Dichterwort vor Ort› und ‹Glauser im Tessin›, Sambal Oeleks ‹Der Sprayer von Zürich› und Caprez/Schulers ‹Paare›). Beliebte Sterne am Cartoon-Firmament sind Pfuschi (‹Nur keine Panik›, ‹Es wahr einmal›, ‹Ich & Du›, ‹Einfach›, ‹Ein-, Aus- + Absichten›), Alex Macartney (‹Stadtgschichte›, ‹Herr Hummel›), Kurt Goetz (‹Suite Humoristique›) und ANNA (‹Wechseljahre›, ‹Lachfalten›).
Aktuell: Mario Capitanio (‹Rauchzeichnen›)

z.B. Peter Bergmann
z.B. Max Huwyler

Bild- und Fotobände

 

Peter Bergmann, der Kunstmaler, schreibt und zeichnet seine Tierbilderbücher (‹Hasenjahr›, ‹Winterweide›, ‹Fränzis Alpsommer›, ‹Hühner›, ‹Meine Murmelkinder›, ‹Eichhörnchen auf Besuch›, ‹Strupf wird Samichlausesel›) für Kinder und Erwachsene, und auch der Cartoonist und Illustrator Oskar Weiss (‹Concerto Classico›, ‹Hippigschpängschtli›, ‹Sidi›) hat einige Projekte in unserem Bilderbuchsektor platziert. Im Zeichen der Zytglogge erscheinen auch einige Bilderbücher aus Törbel von Helen Güdel (‹Lieber Alex› Bd. 1-3, ‹Célestine & Polykarp›) und Annemarie Flückigers ‹Weihnachtsgeschichte› (Text Regine Schindler). Als IllustratorInnen bereichern Vera Eggermann (Max Huwylers ‹Nashorn›, ‹Dackel und Dogge›), Liliane Steiner (zu Ruth Huggenbergers ‹Mami hat mich nicht mehr lieb›) Jaqueline Blass (zu Erica Brühlmanns ‹Ümit›) und Dieter Leuenberger (zu Huwylers ‹Stadtgartenschnecke›) das Bilderbuch-Spektrum.
An Fotobänden mit fundierten Textbeiträgen erschienen bisher Pio Rimensbergers ‹Harlekin› (vgr.), Zydek/Crivellis ‹Menschen in Tschernobyl› (vgr.), Mirjam Britschs ‹Wallis im Wandel›, Maren Heynes ‹Gresso›, Evelyn Schweizers ‹Unsere guten Nachbarn›, Pier Hännis ‹Kraftort Thunersee› und ‹Kraftort Jungfrau› sowie Diana Lawniczaks ‹Lebensraum Thunersee›.
Pro Jahr riskieren wir 1-2 der aufwändigen, kostbaren Bildbände.

Pro Helvetia Dossiers

 

Die in den 90er-Jahren von der Pressestelle Pro Helvetia angeregten und zusammen mit Zytglogge herausgegebenen Porträtbände beleuchteten verschiedene Facetten des vielseitigen Wirkens von Filmern, Schriftstellern, Musikern, die für das Schweizerische Kulturschaffen wegweisend, signifikant waren. Es erschienen Dossiers über die Filmemacher Fredi M. Murer, Reni Mertens/Walter Marti (vgr.), Daniel Schmid, HHK Schoenherr (vgr.), die Schriftsteller Max Frisch (vgr.), Robert Walser, Schreiben im Jura, Zwischenzeilen (Schriftstellerinnen) und die Musiker/Komponisten Urs Peter Schneider, Heinz Holliger, Klaus Huber (vgr.), Rudolf Kelterborn und Jürg Wyttenbach.

Vielfalt als Programm

Verlagsgründer Hugo Ramseyer bringt das breite Programm auf den Punkt: «Nein, der grösste Schweizer Verlag sind wir nicht, aber sicher der vielseitigste. Vielfalt ist unser Programm.»

Event-Profi Heier Lämmler befindet Zytglogge als «ein Label, das immer wieder Entdeckungen macht. Ein Verlag, der immer wieder zu entdecken ist.»

Der ‹CH-Buchhandel› schrieb: «Zytglogge – der grösste unter den Kleinen zwischen Genfer- und Bodensee, einer, der sich zwischen Schulen und Banken setzt. Einer, dem man seine Geschichten abkauft.»

Und das St. Galler Tagblatt meint lakonisch: «Zytglogge – das Salzkorn unter den CH-Verlagen».