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Sachbuch


 
     

Schütz Gerhard

Gotthelf

Leben, Werk und Wirkung von Albert Bitzius

Erstausgabe 2013, geb., 21,5 × 21,5 cm, 156 S.
mit zahlreichen Fotos, diverse Textbeiträge
Auslieferung: Oktober 2013

ISBN 978-3-7296-0863-4
CHF 36.00 / EUR 30.00


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> Leseprobe

 

2012 war nach den Jubiläumsjahren 1997 und 2004 wieder ein Gotthelf-Jahr: In Lützelflüh wurde im Pfarrhaus das Gotthelf-Zentrum eröffnet, und in Bern erschienen die ersten Bände der historisch-kritischen Gesamtausgabe. Anlass genug, Gotthelf mit einem vielseitigen Bild/Text-Band einem breiteren Publikum über den Tag hinaus wieder näherzubringen.

 

Texte namhafter Autoren beleuchten ganz unterschiedliche, auch ungewöhnliche Aspekte von Gotthelfs Leben, Werk und Wirkung, ergänzt durch eine grosse tabellarische Übersicht, die auch die Zeitgeschichte einbezieht. Und prägnante, sensible Bilder des bekannten Berner Fotografen Gerhard Schütz öffnen einen visuellen Zugang zu dem grossen Emmentaler Schriftsteller und dem ‹Gotthelf-Land› Emmental.
Ein neues Standardwerk für Gotthelf-Begeisterte, -Skeptiker und -Nostalgiker, ein ideales Begleitbuch zur Gotthelf-Lektüre – sei es privat oder in der Ausbildung.

1980 begann ich Gotthelf von Grund auf neu zu lesen. Ich versank in eine ungeheure Welt. Ich las, ich dachte, ich heulte, mir gingen die Augen auf, ich ärgerte mich, staunte, freute mich, dankte und schimpfte durcheinander. Ich wurde fromm und wieder gänzlich amoralisch. Nichts kümmerte mich mehr, ob Gotthelf reaktionär sei oder veraltet oder ­retro oder ethno oder klerikal oder progressiv, es war mir egal, ich las und lachte und heulte und war glücklich.
Peter von Matt (im Gespräch mit Manfred Papst)

 

Wir müssen bekennen, dass Gotthelf ohne Ausnahme das grösste epische Talent war, welches seit langer Zeit lebte und vielleicht für lange Zeit lebt.
Gottfried Keller

 

 

Eine einseitige Rezeptionsgeschichte im 19. Jahrhundert, politische Instrumentalisierungen und die Popularisierungen durch die Filme und Hörspiele in den 1950er-Jahren haben dazu beigetragen, den Dichter Jeremias Gotthelf alias Albert Bitzius nachhaltig zu verharmlosen. Man liebe den wahren Gotthelf, notierte der Berner Schriftsteller Beat Sterchi, halt doch um einiges weniger als das «Abziehbild» des herrlichen Berner «Pfarrstuben(...)gotthelfdichter.»
Ein sorgfältig gestaltetes Buch, herausgegeben vom Gotthelf-Spezialisten Gerhard Schütz, versammelt nun eine Fülle von anregenden und pointierten Texten zu Leben, Werk und Wirken des sprachgewaltigen Pfarrers von Lützleflüh. Julian Schütt etwa liefert ein prägnantes Porträt, Peter von Matt bricht eine Lanze für den «unbeschönigten Gotthelf», E.Y. Meyer sinniert über die Zeigemässheit eines «Unzeitgemässen», Beat Sterchi kritisiert die florierende «Gotthelf-Industrie», Bernhard Giger analysiert die Gotthelf-Verfilmungen, und der Trubschacher Gebäckfabrikant und bekennende Gotthelf-Verehrer Oscar A. Kambly präsentiert gar eine Grafik, um die Anliegen und Motive des «Mystikers, Pädagogen und Mahners» sinnfällig darzustellen. Abgerundet wird dieser informative Bildband mit einer tabellarischen Übersicht von Gotthelfs Leben im historischen Kontext.
(lex), Der Bund



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Schütz Gerhard

Geb. 1949, aufgewachsen in Langenthal, unterrichtet seit 1974 an der Sekundar 1 Lützelflüh, arbeitet für Buch- und Kalenderproduktionen als Fotograf, schreibt und inszeniert Theater­stücke für das Theater Lützelflüh. Wohnt in Merligen.
Gotthelf-Publikationen: ‹Im Sichtbaren das Unsichtbare› (1991), ‹Herr Esau oder Geld und Zeitgeist› (Hg.,1997), ‹Gotthelf-Augenblicke› (1997), ‹Gotthelf-Land Emmental› (2004), ‹Käserei in der Vehfreude› (Hg., mit Anker Illustrationen 2011), ‹Gotthelf – Das Buch zum Musical› (2011).

E-Mail
gerhard_schuetz(at)hotmail.com

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