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Hoff Paul

Psychiatrie: Ein Blick von Innen

Geschichte · Theorien · Fälle

Erstausgabe 2011, Br., 13 x 21 cm, 224 Seiten

ISBN 978-3-7296-0834-4
CHF 36.00 / EUR 30.00


mal


‹Psychiatrie›: Der Begriff weckt Emotionen und polarisiert. Was steckt in und hinter diesem ebenso faszinierenden wie heiklen medizinischen Fachgebiet?


In der Medizin zählt die Psychiatrie zu den grossen Fächern. Gleichwohl wird sie oft als randständig, nicht so recht wissenschaftlich, als repressiv oder gar furchteinflössend wahrgenommen. Und auch innerhalb der Psychiatrie wird seit jeher deutlich mehr als in anderen medizinischen Disziplinen um die Grundbegriffe gerungen. Warum? Die Antwort ist einfach: Es liegt am ‹Gegenstand› dieses Faches, und zwar in seiner praktisch-medizinischen wie wissenschaftlichen Erscheinungsform. Dieser ‹Gegenstand› ist die psychisch kranke Person − und schon diese drei Worte machen klar, in welch umfassendem, ja nachgerade philosophischem Horizont sich die Psychiatrie bewegt, ob ihr dies nun gefällt oder nicht.

Das Buch will die Psychiatrie − besser: das Fach Psychiatrie und Psychotherapie − in ihrer ganzen spannungsreichen Vielfalt vorstellen. Dabei geht es um eine ebenso verständliche wie offene Darstellung. Psychiatrie ist in einem bestimmten Sinne eine schwierige Sache, aber auch eine faszinierende: szientistische Beschönigung, spätromantische Verklärung und pseudo-aufklärerische Politisierung − um all das geht es hier nicht. Vielmehr wird das unvermeidliche und persönlich wie wissenschaftlich herausfordernde Spannungsfeld der Psychiatrie an den Beispielen zentraler und kontroverser Themenbereiche geschildert, jeweils aus theoretischer Perspektive und anhand einer Fallvignette: Was ist eine psychische Krankheit? Wie wird sie festgestellt und behandelt? Was ist der Wahn im ‹Wahnsinn›? Wo steht die Ausübung von Zwang zwischen medizinischer Notwendigkeit und individuellem oder politischem Missbrauch? Und schliesslich, das Schwierigste, wie versteht die Psychiatrie den Menschen? P.H.

 

«‹Psychiatrie› – kaum ein Bereich der Medizin weckt so viele Emotionen. Doch was ist eine psychische Krankheit, wie wird sie festgestellt, was ist der Wahn im ‹Wahnsinn›, und wo steht die Ausübung von Zwang zwischen medizinischer Notwendigkeit und individuellem oder politischem Missbrauch? In seinem neuen Buch ‹Psychiatrie: Ein Blick von innen› geht Paul Hoff diesen Fragen auf eine sehr verständliche Weise nach. In der Tat hält der Autor im Epilog fest, dass er das Buch als Lese- und nicht als Lehrbuch verstanden wissen möchte. So wird in den einzelnen Kapiteln jeweils ein Thema aus der Psychiatrie aus theoretischer Sicht geschildert und dann anhand von Fallbeispielen dem Leser sehr lebensnah gezeigt. Es ist ein wichtiges Buch angesichts der Tatsache, dass psychische Erkrankungen zu unserer Gesellschaft gehören.»
Zürich West

 

«Kaum ein Bereich der Medizin weckt so viele Emotionen wie die Psychiatrie. Doch was genau ist eine psychische Krankheit? Der in Zollikon lebende Psychiater Paul Hoff hat sich in seinem Kompendium ‹Psychiatrie: Ein Blick von innen› mit Geschichte, Theorien und Fällen auseinandergesetzt. Mit seinem Werk will der Autor die Psychiatrie in ihrer ganzen spannungsreichen Vielfalt vorstellen. Dabei geht es ihm um eine ebenso verständliche wie offene Darstellung zentraler und kontroverser Themenbereiche, wie zum Beispiel die Diagnose, die Behandlungsmöglichkeiten, die Krankheitseinsicht und nicht zuletzt die Beziehung zwischen Arzt und Patienten. Einerseits aus theoretischer Perspektive, andererseits anhand von Fallbeispielen wird so ein guter Einblick in das komplexe Thema gewährt.»

Zürichsee-Zeitung

 

«Professor Hoff von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich Burghölzli beschenkt uns eben mit einem ‹schönen Buch›: ein ‹Lesebuch› (kein Lehrbuch) zu grundlegend wichtigen Themen der Psychiatrie: Krankheitsbegriff, Diagnose, Therapien, Wahn, Zwangsunterbringung und -behandlung, Suizid, Missbrauch sowie den modernen Konzepten Compliance, Empowerment. Hoff geht auf geschichtliche Aspekte, theoretische Perspektiven, philosophische und ethische Fragen nach dem Menschenbild für eine integrale individualisierte Psychiatrie ein. Im Schlusskapitel bringt er sein Bekenntnis zu einem philosophisch reflektierten antropologischen Ansatz, der für die Praxis wegleitend Orientierung vermittelt. Hoff schreibt in erfreulich klarem und flüssig lesbarem Stil und bereichert seine Darlegungen mit illustrativen Fallvignetten. So ist ein lehrreiches und zugleich bekenntnishaftes Buch entstanden, das eine breite Leserschaft ansprechen kann, Laien, gesunde und problembeladene Patienten, viele in der Psychiatrie tätigen Berufsleute, auch schon in der Ausbildungszeit.»

Schweizer Archiv für Neurologie und Psychiatrie, Christian Scharfetter

 

«‹Psychiatrie›: Dieser Begriff weckt Emotionen und polarisiert. Obgleich die Psychiatrie in der Medizin zu den grossen Fächern zählt, wird sie oft als repressiv, randständig, nicht so recht wissenschaftlich oder gar furchteinflössend wahrgenommen. Was in und hinter diesem Fachgebiet steckt, erklärt Paul Hoff in seinem Buch ‹Psychiatrie: Ein Blick von innen›. Dabei geht es ihm um die vertiefte Darstellung bestimmter Bereiche, nicht um Vollständigkeit. Anhand von theoretischen Ausführungen und konkreten Fallbeispielen vesucht er unter anderem die folgenden Fragen zu beantworten: Was ist überhaupt ein psychische Krankheit? Wie wird sie festgestellt und behandelt? Was ist der Wahn im ‹Wahnsinn›? Wo steht die Ausübung von Zwang zwischen medizinischer Notwendigkeit und individuellem Missbrauch? Und wie versteht die Psychiatrie den Menschen? Am Ende des Buches regt ein Literaturverzeichnis zum Weiterlesen an.»

Bieler Tagblatt

 

«Auf nur wenig mehr als 200 Seiten reflektiert der Autor eine Reihe wichtiger Aspekte der Psychiatrie, die in Lehrbüchern leider oft ungenügend oder gar nicht berührt werden. Das Buch ist dem wiederholten Bekenntnis verpflichtet, dass Psychiatrie der ständigen philosophischen Reflexion bedürfe, um zu guter Praxis zu finden und die Einheit des Faches zu wahren. Souverän und mit flüssigem Stil unterbreitet Paul Hoff seine Gedanken zu einer Vielzahl von Aspekten, die er als Brennpunkte bezeichnet. (...)
Dabei vermeidet er eine akademisch distanzierte Darstellung. Viel mehr vertritt er eine Position, in der persönliche ärztliche Werthaltung, persönliches Bekenntnis erkennbar werden. Sichtbar immer wieder der Respekt vor den Personen, die dem Autor als Patienten begegnen. Die in den Kasuistiken dargestellten Fälle sind recht typisch, sie vermeiden das Spektakuläre. Sie sind gerade darum besonders illustrativ für die angestellten theoretischen Erwägungen. Hoff erörtert die vielfältigen theoretischen Fragen, namentlich die berufsethischen, nicht in gestelzt-gelehrtem, von zwanghafter Zitiersucht beeinträchtigtem Duktus, sondern bezieht sich unter Verweis auf ein knappes, aufs Wesentliche beschränkte Literaturverzeichnis, im Sprachlichen flüssig und im Inhaltlichen authentisch immer wieder nachvollziehbar auf die klinische Praxis – eben Psychiatriereflexion von innen.
Wem ist das Buch nun ans Herz zu legen? Als erstes natürlich den Fachanfängern, namentlich den Kolleginnen und Kollegen in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Weiterbildung. Sie werden darin Orientierung finden, hoffentlich auch Anregung, ihr praktisches berufliches Handeln immer wieder theoretisch zu reflektieren, vielleicht sich sogar weitergehend mit den theoretischen Fragen der Psychiatrie zu befassen. Aber auch erfahrene Berufspraktiker werden gewiss von dem Buch profitieren. Darüber hinaus darf man das Buch, das heikle Aspekte wie Zwang, Autonomie und ihre Grenzen oder Irrtum in Diagnostik und Therapie nicht ausspart, gerade Patienten und ihren Angehörigen, aber auch einem breiteren Publikum, das eine kundige Einführung in die Psychiatrie sucht, empfehlen. Es liest sich ohne besondere Wissensvorraussetzungen; es belehrt auf seriöse und angenehme Weise.»
M. Seidel (Bielefeld), Der Nervenarzt



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Zudem erschienen

 
      

Was darf die Psychiatrie?

Erstausgabe 2014, Br., 13 x 21 cm, 240 S.

ISBN 978-3-7296-0886-3, CHF 36.00 / EUR 30.00 > Mehr

 
 

Hoff Paul

Geb. 1956 in Ulmen bei Köln. Studierte Medizin und Philosophie in Mainz und ­München. ­Promotionen 1980, 1988, ­Habilitation für ­Psychiatrie in München 1994.
Seit 30 Jahren (ab 1981) in der ­klinischen Universitäts­psychiatrie tätig – zunächst in München, dann in Aachen, seit 2003 in Zürich.
Wissenschaftlicher Schwerpunkt sind psychopathologische, psychiatrie­­historische und wissenschaftstheoretische ­Themen, die als notwendige Grundlage jeder psychiatrischen Tätigkeit ­verstanden werden. Lebt mit Ehefrau und Tochter in Zollikon.