Zytglogge Verlag, Steinentorstrasse 11, CH-4010 Basel
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Däpp Walter

steirych

Morgegschichte

Erstausgabe 2013, Klappenbr., 13 × 21 cm, 128 S.

ISBN 978-3-7296-0869-6
CHF 26.00 / EUR 22.00


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> Leseprobe

 

Walter Däpp legt mit ‹steirych› sein drittes Buch mit hundert berndeutschen Geschichten vor. Eine reiche Auswahl von Lesehäppchen, die Freude, Spass, aber auch Sinn machen. Da wird zum Ereignis, wenn Däpp Alltägliches beschreibt. Wenn er sich zum Beispiel die Brille aufsetzt. Oder wenn er sein Handy handhabt. Wenn er über ein Denkmal nachdenkt oder ein Glas Wein einschenkt. Wenn er sich nach einem ganz gewöhnlichen Coiffeursalon umsieht, eine Bergdohle beobachtet, an einem Altersnachmittag teilnimmt oder das Wörtchen «so» unter die Lupe nimmt. Da wird der Bankdirektor plötzlich zum Bänklidirektor und der Kranführer zur «VIP», zur «Very Important Person». Da wird der Friedhof zum farbenfrohen Lebensraum. Da wird ein Pilzgericht nicht nur zum kulinarischen, sondern auch zumsprachlichen Leckerbissen. Und da fühlt sich einer reich, der Steine sammelt – steinreich eben.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung

 

 

 

 

Er hat mal versucht, nicht zu lesen. Im Zug von Bern nach Zürich. Aber es klappte nicht – denn von ‹Rail City› über ‹Überschreiten der Geleise verboten› bis zu ‹Molkerei Köhli› wurde er ständig mit Schildern, Schriftzügen und Ähnlichem bombardiert. So sehr, dass er sich davon zu einer seiner träfen ‹Morgengeschichten› inspirieren liess, mit denen er seit zehn Jahren die Hörer von DRS 1 unterhält – der Journalist und Autor Walter Däpp. Nach ‹We das jede wett› (2006) sind in diesem Band weitere hundert seiner Geschichten versammelt, und ihre Lektüre ist nicht nur für Zugreisende die weitaus vergnüglichere Alternative zu sämtlichen Plakaten und Schildern dieser Welt.
Ruedi Haenni, Sonntag

 

Wer Walter Däpp als Journalisten-Kollegen beim ‹Bund› während etlicher Jahre beobachten konnte, der staunte immer wieder über die nie erlahmende Neugier dieses ‹leisen, aber unbeirrbaren Humanisten› (Kurt Marti), über seine schier unerschöpfliche Fähigkeit zur Empathie und zum Staunen in einem hektischen Redaktionsalltag. Auf berufsbedingte Abnützungserscheinungen und in diesem Metier fast unausweichliche Anflüge von Zynismus wartete man bei Walter Däpp vergebens – und war insgeheim natürlich froh über deren Ausbleiben. Seit 2002 schreibt Däpp auch regelmässig ‹Radio-Morgegschichte›. Nun legt er mit ‹Steirych› nach ‹We das jede wett› und ‹Drunger u drüber› sein drittes Buch mit hundert berndeutschen Geschichten vor. Wir folgen ihm gerne bei seinen Gedankengängen, wenn er ein Denkmal betrachtet, seinen Keller aufräumt oder auf der schwierigen Suche nach einem ganz gewöhnlichen Coiffeursalon ist. Wir schmunzeln mit ihm, wenn ein Bankdirektor degradiert und der Kranführer zur ‹VIP› befördert wird. Gleichzeitig mit dem neuen Buch ist auch eine CD mit dem Titel ‹zuegespitzt› erschienen. Fünfzig der besten ‹Morgegschichte›, die Walter Däpp in den vergangenen zehn Jahren am Radio erzählt hat, werden von Ronny Kummers bluesigen Zwischentönen eingerahmt. Es gibt dabei ein Wiederhören mit philosophischen Betrachtungen über Unterschiede im männlichen und weiblichen Rollenspiel mit WC-Rollen; die Milchkuh Annette taucht ebenso wieder auf wie Skispring-Bruchpilot ‹Eddy the Eagle› oder Fritzens Rollstuhl und Fabios Grab.
(lex), Der Bund

 

Auf einer knappen Seite erzählt der 66-jährige auf Mundart, worüber er sinniert, was er beobachtet und erlebt hat. ‹steirych› ist reich an sprachlichen Spielereien und versponnenen Überlegungen.
kulturagenda, Helen Lagger

Wale Däpp ist in Bern eine Institution. „Meinet er dä, wo alben im Bund schrybt?“, heisst es, wenn man sich nach ihm erkundigt. Seit dreissig Jahren arbeitet der Journalist für den ‹Bund› auch nach seiner (unfreiwilligen) Frühpensionierung als Redaktor. Angestellt worden sei er einst, „um über das zu schreiben, was sonst nicht in der Zeitung steht>. Also über unseren kleinen Alltag, statt über grosse Politik. Was ihn interessiert, sind die Menschen. Dass er sie mag, ist deutlich spürbar: „Jeder Mensch verdient es, dass man ihm mit Respekt zuhört“, sagt er. So entstehen stimmige Porträts – auch von Berner Kunstschaffenden, deren Werke seine Wohnstube im Laubeggquartier schmücken. An Themen fehle es ihm nie. „Unser Leben steckt doch voller Überraschungen, wenn man genau hinschaut.“ Auch sein dreijähriger Enkel habe ihn inspiriert mit seiner Frage: „Isch hütt morn?“ Daraus entstand eine neue ‹Morgegschicht›, wie sie Walter Däpp seit einem Jahrzehnt auf Radio SRF 1 erzählt, sechsmal pro Jahr während einer Woche. Nun ist eine dritte Sammlung in Buchform erschienen. Ihr Titel ‹steirych› bezieht sich auf einen Mann, der sein Glück im Sammeln von Steinen findet. Das ist auch schon alles, die Moral bleibt zwischen den Zeilen. Stattdessen freut man sich an witzigen Pointen und poetischen Szenen, etwa von spielenden Kindern im Wald. Aufsteller sind die Beispiele von Mitmenschlichkeit: Hornusser laden einen Asylbewerber zum Mitspielen ein, ein Zirkusartist begrüsst spontan einen Zuschauer im Rollstuhl. Bei Politikern oder Managern kann Walter Däpp aber auch zubeissen – allerdings sanfter als sein satirischer Bruder Heinz. Lieber spottet er über eigene Altergebresten, wenn er sich eine Brille kauft: „Für gäng di nötigi Wytsicht, Übersicht, Zueversicht u Nachsicht z ha.“ Manchmal spielt Däpp mit einem einzigen Wort: „So!“ heisst etwas anderes als „So?“ oder gar „Soso?“. Als Berner schreibt er, wie er redet, mischt unbekümmert „chüderle“, „chlööne“, oder „plaaschte“ mit „Mehrzwäckhalle“ und „Informationsveraastaltig“. Die korrekte Schreibweise garantiert das Lektoratsteam des Zytglogge-Verlags. Hier sind unter dem Titel ‹zuegspitzt› zusätzliche Morgengeschichten von Walter Däpp auf CD erschienen, untermalt mit Blues von Ronny Kummer. In der Hörversion wirken die Texte noch stärker als bei der Lektüre. Kein Wunder, ist Däpp für Auftritte gefragt. Gerne liest er in Altersheimen: „Ein toller Fundort für neue Geschichten!“, sagt er und zitiert Rafik Shamir: „Die Quelle meiner Erzählung ist die Zunge der anderen.“
Berner Zeitung, Marie-Louise Zimmermann



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Zudem erschienen

 
      

zuegspitzt

Hörbuch

2013

Doppel-CD ZYT 4332, CHF 29.00 / EUR 26.00 > Mehr

 
 
      

Langsam pressiere

Morgegschichte

mit einem Vorwort von Pedro Lenz

Erstausgabe August 2017
Klappenbroschur, 13 x 21 cm, 129 Seiten
dem Buch ist eine CD beigelegt mit 33 Geschichten, gelesen vom Autor, und mit bluesigen Zwischentönen von Ronny Kummer

ISBN 978-3-7296-0965-5, CHF 29.00 / EUR 29.00 > Mehr

 
 
      

Drunger u drüber

Morgegschichte

Erstausgabe 2010, 2. Auflage 2015, Br., 13 x 21 cm, 120 Seiten

ISBN 978-3-7296-0817-7, CHF 25.00 / EUR 19.00 > Mehr

 
 
      

Herrlich komplizierter Lauf der Zeit

Reportagen

Erstausgabe 2010, Br., A5, 304 Seiten

ISBN 978-3-7296-0805-4, CHF 36.00 / EUR 27.50 > Mehr

 
 
      

We das jede wett

Wort zum Tag

Erstausgabe 2006, Br., 13 x 21 cm, 120 Seiten

ISBN 978-3-7296-0726-2, CHF 25.00 / EUR 19.00 > Mehr

 
 

Däpp Walter

Geb. 1946 in Bern – Journalist, 
seit vielen Jahren vor allem beim «Bund». Zuvor Redaktor bei 
Radio SRF. Für SRF1 seit 2002 Autor von Morgengeschichten. 
Verheiratet, zwei erwachsene Kinder und Grosskinder. Lebt in Bern.

Homepage
www.walterdäpp.ch