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Sachbuch


 
     

Haller John Peter / Egli Anita

Selve Thun

Erinnerungen eines Ehemaligen

Erstausgabe 2013, geb., 24 × 21 cm, 176 S.
mit zahlreichen s/w-Fotos

ISBN 978-3-7296-0866-5
CHF 42.00 / EUR 35.00


mal


> Leseprobe / Blätterbuch

 

98 Jahre lang beschäftigten die ‹Schweizerischen Metallwerke Selve› in Thun und später auch in Uetendorf bis zu 1500 Menschen.

 

Wo heute urbanes Wohnen angesagt ist, verdienten – oft buchstäblich im Schweisse ihres Angesichts – Walzmeister, Schweisser, Lehrlinge, aber auch Büro- und Serviceangestellte ihr Leben. Und blieben nicht selten ein ganzes Arbeitsleben lang der ‹Selve› treu.
Die Selve hat Thun ein Jahrhundert lang geprägt und dem wachsenden Städtchen an der Aare zu Wohlstand verholfen. Ihr Niedergang, gleichzeitig mit dem Konkurs der Spar & Leihkasse Thun, hat Thun Anfang der 90er Jahre stark erschüttert. Heute erinnern sichtbar noch ein Hochkamin und die Konzepthalle 6 an die Zeit, als es mitten in Thun eine von Feuer und Metall geprägte Industrie gab.
Bei der Liquidierung der Selve wurden auch Akten und Fotos vernichtet – sie wurden nicht mehr gebraucht. Einige Angestellte konnten nicht zusehen, wie das Gedächtnis der Firma auf dem Müll landete, und haben gerettet, was zu retten war. So kommt es, dass heute im Stadtarchiv Akten und Fotos an die Zeit erinnern, als mitten in Thun Drähte für die Elektrifizierung der Gotthardbahn und Rondellen für Münzen produziert wurden.
John Peter Haller erzählt die Geschichte der Selve aus seiner Erfahrung, eine Mischung aus Stolz auf ein Handwerk, Geschichten über die Familie von Selve, über Jubilarenfeiern und das Wärmen von Mahlzeitenpintli.
Das Buch ist reich illustriert mit Fotos, die John Haller vor der Vernichtung gerettet hat. Ein Präsent und Zeitdokument besonderer Güte.

 

98 Jahre lang beschäftigten die Schweizerischen Metallwerke Selve in Thun und später auch in Uetendorf bis zu 1500 Menschen. Wo heute urbanes Wohnen angesagt ist, verdienten – oft buchstäblich im Schweisse ihres Angesichts – Walzmeister, Schweisser, Lehrlinge, aber auch Büro- und Serviceangestellte ihr Leben. Und blieben nicht selten ein ganzes Arbeitsleben lang der «Selve» treu. Das Unternehmen hat Thun ein Jahrhundert lang geprägt und der aufstrebenden Stadt zu Wohlstand verholfen. Der Niedergang der «Selve», gleichzeitig mit dem Konkurs der Spar & Leihkasse Thun, hat Thun Anfang der 1990er-Jahre stark erschüttert. Heute erinnern sichtbar noch ein Hochkamin und die Konzepthalle 6 an die Zeit, als es mitten in Thun eine von Feuer und Metall geprägte Industrie gab.
Pd, Berner Landbote

 

«Dort war die Giesserei», sagt John Haller beim Rundgang durch das Selveareal. Wahrscheinlich sieht er überall die ehemaligen Bauten – und nicht die modernen Wohnblöcke, die in den letzten Jahren entstanden sind. Im Café Domicil zeigt er im soeben entstandenen Buch die einstigen Werksgebäude und weiss zu jedem eine besondere Geschicht zu erzählen. 45 Jahre hat er in der «Selve» gearbeitet. Vom Lehrling über den Werkmeister 2, Werkmeister 1, Kalkulator bis zum Chef des Lohnbüros hat er es gebracht.

Berner Landbote


Als die Selve 1993 zu Grunde ging, händigte John Haller dem Stadtarchiv Unterlagen zu deren Geschichte aus, welche er eigenhändig aus einer Mulde vor deren Zerstörung gerettet hatte. Anita Egli, der Herausgeberin des Buches, sei damals sofort bewusst geworden, das aus dem Material ein tolles Buch entstehen könne.
«Das ist oft so: Das, was später einmal ein Buch wird, sieht am Anfang gar nicht danach aus», sagt sie.
«Eigentlich wollte ich dieses Buch zuerst gar nicht», erklärte der Rentner an der Vernissage. Er habe nur aufgrund von Bitten des pensionierten Stadtarchivars Jon Keller damals begonnen, seine Geschichte niederzuschreiben. «Während etwa zehn Jahren sass ich tagelang im Büro, sortierte das Material, schrieb und dokumentierte Unterlagen», berichtete er. Nun habe er aber eine Riesenfreude und sei stolz, dass das Buch nun doch zustandegekommen sei.
«Ich habe hier in der Selve viel Lustiges, aber auch viel Trauriges erlebt.» Vergessen werde er die Zeit im Unternehmen jedoch garantiert nie.
Das Buch «Selve Thun – Erinnerungen eines Ehemaligen», welches im Zytglogge-Verlag Oberhofen erschienen ist, gibt Auskunft über die Produktion von Münzplättchen, Telfondrähten und Munitionsmaterial und über die Familie von Selve und ist mit diversen Fotos aus vergangenen Zeiten illustriert.
Stéphanie Jenzer, BZ

In einem reichbebilderten Buch erinnert sich John Peter Haller – der zuerst als Lehrling und insgesamt 45 Jahre für die Selve arbeitete – an ein eindrückliches Stück Industriegeschichte. Er schildert anschaulich den Betriebsalltag, erzählt von Produkten, Direktoren, der Kantine und der Besitzerfamilie. Weniger finden sich Erfolgskennzahlen und betriebswirtschaftliche Überlegungen oder kritische Bemerkungen zu Rey. Dafür bringen Hallers Anekdoten die Thuner Öfen wieder zum Glühen.
Sco, Neue Zürcher Zeitung



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Zudem erschienen

 
      

Thun

Ein Lesebuch

Erstausgabe 2014
Geb., 24 × 21 cm, 312 S., mit Fotos und Illustrationen

ISBN 978-3-7296-0884-9, CHF 42.00 / EUR 35.00 > Mehr

 
 
      

Gastort Thun

historisch – touristisch – nostalgisch

Erstausgabe 2012
Geb., 24 x 21 cm, 4-farbig, 192 Seiten, mit Fotos, Veduten, Kupferstichen und Gemälderepros

ISBN 978-3-7296-0847-4, CHF 42.00 / EUR 35.00 > Mehr

 
 

Haller John Peter

Geb. 1928, aufgewachsen in Thun. 1944–1948 Lehre als Mechaniker bei den Schweiz. Metallwerken Selve in Thun. 1950–1954 Militärdienst, Weiterbildung und Auslandaufenthalt. 1955–1994 angestellt bei Selve Thun als Meister II, Meister I, in der Kalkulation, ab 1969 im Personaldienst als Chef Lohn und Gehalt. 1991 vorzeitige Pensionierung, nach dem Schliessungsbeschluss wieder im Betrieb, am Schluss (1994) Teilzeitarbeit bei der ­Liquidation der Selve. 3 Kinder, 2 Grosskinder, 1 Urgrosskind.

Egli Anita

Geb.1963, aufgewachsen und Schulen in Bern. Studium deutscher Literatur und Geschichte an der Universität Bern. Lektorin beim ­Zytglogge Verlag, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gesundheits­­direktion des Kantons Bern und beim Schweizerischen Bundes­archiv. Gründung der Firma archiva gmbh Kehrsatz. Stadtarchivarin von Thun. Wohnt in Wattenwil, 2 Töchter. Anita Egli hat Hallers Aufzeichnungen geordnet und aus dem ­Fundus der geretteten Schwarz/weiss-Fotos eine repräsentative Auswahl zu diesem Bild/Text-Band geschaffen.

E-Mail
anita.egli(at)swissonline.ch

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